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18. Dezember 2006,   15:02, NZZ Online

Riechende Roboter spüren Landminen auf

Neuartige Generation von Sensoren

Eine schweizerische Forschergruppe hat ein Robotersystem entwickelt, das künftig bei der Entschärfung von Landminen zum Einsatz gelangen könnte. Das Besondere daran ist, dass diese Roboter riechen und miteinander kommunizieren können.

hoh. Immer öfters werden Roboter zur Lokalisierung und Entschärfung von Sprengstoff in Bahnhöfen, Flughäfen und Zöllen eingesetzt. Dank ihrer Verwendung werden Arbeitsunfälle erheblich reduziert.

Landminen automatisch entschärfen

Gerade aber die Aufspürung von Landminen kommt bisher nicht ohne Mensch und Tier aus. Diese Sprengsätze sind nur sehr schwer mit Hilfe von elektronischen Geruchssensoren wahrzunehmen. Eine Forschergruppe um den Doktoranden der ETH Lausanne Thomas Lochmatter und Professor Alcherio Martinoli erhofft sich von ihrem Projekt, dass künftig die Entschärfung von Landminen automatisch von sich gehen kann.

Im Rahmen eines Projekts des Schweizer Nationalfonds haben Lochmatter und Martinoli einen hochsensiblen Geruchsroboter konstruiert, die beinahe der Sensibilität einer Hundenase aufweist. Die Sensoren dieses Roboters sind in der Lage, flüchtige organische Verbindungen wie Alkohol, Deodorant oder Parfum aufzuspüren.

Roboter kommunizieren zusammen

Die beiden Forscher vereinen mehrere dieser Roboter zu einem Ganzen und lassen diese unter einander kommunizieren. Diese neuartige Konstruktion habe den Vorteil, dass Gerüche zuverlässiger und schneller lokalisiert würden, schreibt Lochmatter in einer Mitteilung des Schweizerischen Nationalfonds.

Das neuartige Gerät entspricht etwa den Massen eines Würfels mit 10 Zentimetern Seitenlänge.

 

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Link: Medienmitteilung
 
 

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